Portfolio-Analyse

In Kürze

Die Portfolio-Analyse ist ein betriebswirtschaftliches Werkzeug, mit dem Unternehmen ihre Geschäftsbereiche bewerten und strategische Entscheidungen treffen. Ziel ist eine ausgewogene Mischung aus risikoarmen und risikoreichen Bereichen.

Definition

Die Portfolio-Analyse wird in der Wirtschaftswissenschaft eingesetzt, um Unternehmensstrategien zu entwickeln und auf ihre Alltagstauglichkeit zu prüfen. Sie findet Anwendung sowohl in der Finanzplanung – etwa bei der Risikobetrachtung von Kapitalanlagen – als auch in der strategischen Produktplanung, zum Beispiel beim Blick auf den Produktlebenszyklus.

Im ersten Schritt werden die relevanten Geschäftsfelder und -einheiten eines Unternehmens festgelegt. Anschließend bewertet man sie anhand wichtiger Merkmale wie relativem Marktanteil oder Marktwachstum. Die Ergebnisse werden in einem Diagramm als Kreise dargestellt – je bedeutender eine Einheit, desto größer der Kreis.

Grundlage der Analyse sind zwei Arten von Untersuchungen:

  • Unternehmensanalyse: Sie zeigt die internen Stärken und Schwächen des Unternehmens.
  • Umweltanalyse: Sie betrachtet externe Faktoren, die das Unternehmen kaum beeinflussen kann – also Chancen und Risiken von außen.

Aus der Verteilung der Geschäftseinheiten im Diagramm lassen sich konkrete Strategien ableiten. So kann die Unternehmensleitung entscheiden, ob ein Produkt weiterentwickelt, attraktiver gestaltet oder vom Markt genommen werden soll.

Zwei besonders verbreitete Formen der Portfolio-Analyse sind die Vier-Felder-Matrix (Marktanteil und Marktwachstum) und die Neun-Felder-Matrix (Marktattraktivität und Wettbewerbsstärke).