In Kürze
Produktivität beschreibt das Verhältnis zwischen dem, was ein Unternehmen produziert (Output), und den dafür eingesetzten Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital (Input). Je höher die Produktivität, desto effizienter wird produziert.
Definition
Produktivität ist nicht dasselbe wie Wirtschaftlichkeit oder Rentabilität. Es geht allein darum, wie viel mit einem bestimmten Einsatz an Arbeit oder Kapital hergestellt wird.
Je nachdem, welcher Produktionsfaktor betrachtet wird, unterscheidet man:
- Arbeitsproduktivität: Wie viel Wertschöpfung erzielt ein Beschäftigter mit seinem Arbeitseinsatz?
- Kapitalproduktivität: Wie viel Output wird je eingesetzter Kapitaleinheit erzeugt?
- Gesamt-Faktorproduktivität: Addition aus Arbeits- und Kapitalproduktivität.
Die Arbeitsproduktivität steigt, wenn entweder mehr Wertschöpfung mit gleichem Arbeitseinsatz erreicht wird oder das gleiche Ergebnis mit weniger Arbeitsstunden erzielt werden kann. Wichtige Einflussfaktoren sind technischer Fortschritt, Arbeitsintensität und Arbeitsorganisation.
Daneben gibt es die Grenzproduktivität: Sie zeigt an, um wie viel der Output steigt, wenn der Einsatz eines Faktors — zum Beispiel Arbeit — um genau eine Einheit erhöht wird.
In der Praxis bildet man Teilproduktivitätskennzahlen, etwa für den Materialeinsatz oder die Arbeit, weil sich verschiedene Faktoren nicht einfach addieren lassen und eine einzige Gesamtproduktivitätszahl daher nicht berechenbar ist.