In Kürze
Qualitätsmanagement (QM) ist ein Bereich der Unternehmensführung, der darauf abzielt, betriebliche Abläufe und Prozesse zu verbessern sowie die Qualität von Produkten und Dienstleistungen dauerhaft zu sichern.
Definition
Qualitätsmanagement — kurz QM — bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen seine Arbeitsabläufe systematisch plant, steuert, prüft und verbessert. Dabei werden sowohl zeitliche als auch materielle Vorgaben berücksichtigt.
Ein zentrales Ziel ist der sogenannte kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP): Qualität soll nicht nur einmalig erreicht, sondern dauerhaft weiterentwickelt werden. Das gelingt nur, wenn QM fest in der Unternehmenskultur verankert ist.
QM besteht aus fünf wesentlichen Teilbereichen:
- Qualitätsplanung: Ist-Zustand ermitteln und Rahmenbedingungen festlegen
- Qualitätslenkung: Geplante Maßnahmen im Unternehmen umsetzen
- Qualitätssicherung: Qualitätsinformationen auswerten, z. B. durch Kosten-Nutzen-Vergleiche
- Qualitätsprüfung: Aktuelle Produkt- oder Dienstleistungsqualität überprüfen
- Qualitätsverbesserung: Gewonnene Erkenntnisse für fortlaufende Optimierungen nutzen
Unternehmen können ihr QM-System durch ein Zertifizierungsaudit bewerten lassen. Dabei wird geprüft, ob das Unternehmen grundsätzlich in der Lage ist, eine bestimmte Qualität in seinen Prozessen zu gewährleisten — nicht die Qualität einzelner Produkte. Relevante Normen sind etwa die EN ISO 9001 und die EN ISO 9000–9004. Die Anforderungen an Auditoren sind in der EN ISO 19011 geregelt.
Für Arbeitnehmer bedeutet QM konkret: Sie müssen ihre Aufgaben und ihre Verantwortung für die Gesamtleistung des Unternehmens kennen und auch bereit sein, diese aktiv mitzugestalten. Eine offene Kommunikation im Betrieb ist dafür eine wichtige Voraussetzung.