Rechnungswesen

In Kürze

Das betriebliche Rechnungswesen erfasst und wertet alle Zahlen und Vorgänge eines Unternehmens systematisch aus. Es dient der Planung, Steuerung und Kontrolle der unternehmerischen Tätigkeit.

Definition

Das betriebliche Rechnungswesen umfasst alle Verfahren, mit denen ein Unternehmen seine wirtschaftlichen Abläufe in Zahlen festhält und auswertet. Dazu gehören zum Beispiel die Erfassung von Bestandsveränderungen, die Berechnung von Stückkosten und die Ermittlung von Kennzahlen.

Die Aufgaben lassen sich in zwei Bereiche unterteilen:

  • Betriebsintern: Überwachung aller betrieblichen Prozesse, Erstellung von Wirtschaftlichkeits- und Rentabilitätsrechnungen als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen.
  • Extern: Rechenschaftslegung gegenüber Behörden und Öffentlichkeit sowie Information von Gesellschaftern, Kreditgebern, Arbeitnehmern und anderen Interessierten über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens.

Gesetzlich sind Kaufleute zur Rechenschaftslegung verpflichtet. Relevante Vorschriften finden sich unter anderem in den §§ 238 ff. HGB (Buchführungspflicht) und §§ 325 ff. HGB (Offenlegungspflichten).

Traditionell gliedert sich das Rechnungswesen in vier Bereiche:

  • Buchführung und Bilanz
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Betriebsstatistik und Vergleichsrechnung
  • Planungsrechnung

Darüber hinaus bildet das Rechnungswesen die wesentliche Grundlage für das Controlling im Unternehmen.