In Kürze
REFA steht für einen deutschen Verband, der Methoden zur Analyse und Gestaltung von Arbeitsprozessen entwickelt. Ziel ist es, Arbeit sowohl wirtschaftlich als auch menschengerecht zu organisieren.
Definition
REFA ist die Abkürzung für Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung, gegründet 1924. Seit 1977 trägt der Verband den Namen REFA – Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation e.V.
Der Verband entwickelt Grundsätze und Verfahren für die Arbeits- und Betriebsorganisation. Die sogenannte REFA-Lehre stützt sich auf Erkenntnisse aus Technik, Soziologie, Psychologie und Wirtschaft.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem:
- Zeitstudien – Messung und Bewertung von Arbeitszeiten
- Bewegungsstudien – Analyse von Arbeitsabläufen und Körperbewegungen
- Arbeitsrationalisierung – Verbesserung von Abläufen im Betrieb
- Schwachstellenanalysen – Aufdecken von Problemen in der Arbeitsorganisation
- Unfallschutz – Sicherheit am Arbeitsplatz
- Materialfluss- und Maschinenanalysen – Optimierung des Einsatzes von Geräten und Materialien
Das REFA-Schema legt außerdem fest, welche Anforderungen ein Arbeitsplatz an Beschäftigte stellen kann. Dazu gehören Dimensionen wie geistige Belastung, Geschicklichkeit, Kenntnisse, Verantwortung und Umgebungseinflüsse – zum Beispiel Lärm, Klima oder Unfallgefahr.
Das übergeordnete Ziel von REFA ist die Schaffung sinnvoll gestalteter Arbeitsplätze mit menschenwürdigen Bedingungen – zum Nutzen der Arbeitnehmer, der Unternehmen und der gesamten Volkswirtschaft.