In Kürze
Selbstkosten bezeichnen die gesamten einem Produkt oder einer Leistung zurechenbaren Kosten. Sie dienen als zentrale Grundlage für Kalkulation und Preisermittlung.
Definition
Selbstkosten sind ein betriebswirtschaftlicher Begriff. Sie bezeichnen die Summe aller Kosten, die einem Unternehmen durch Herstellung und Absatz von Erzeugnissen oder Dienstleistungen entstehen.
Selbstkosten umfassen sämtliche direkt und indirekt zurechenbaren Kosten eines Kostenträgers. Sie liegen vor, wenn Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten vollständig erfasst und zugeordnet sind.
Die Ermittlung erfolgt im Rahmen der Kostenrechnung nach Teilkosten- oder Vollkostenansätzen. Rechtsgrundlagen im engeren Sinne sind nicht normiert, die Anwendung erfolgt nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Kostenrechnung.
Selbstkosten bilden eine zentrale Bezugsgröße für interne Wirtschaftlichkeits- und Erfolgsanalysen. Sie stellen keinen Marktpreis und keinen rechtlich verbindlichen Mindestpreis dar.
Abzugrenzen sind Selbstkosten von:
- reinen variablen Kosten ohne Gemeinkostenanteile
In der Praxis sind Selbstkosten maßgeblich für Angebotskalkulation, Preisfindung und Kostenkontrolle.