Skill-Management

In Kürze

Skill-Management bezeichnet den Prozess, mit dem ein Unternehmen die Anforderungen an Stellen (Soll-Skills) ermittelt und mit den tatsächlichen Fähigkeiten der Mitarbeiter (Ist-Skills) vergleicht. Ziel ist es, Qualifikationslücken zu erkennen und gezielt zu schließen.

Definition

Skills sind die Kenntnisse und Fähigkeiten, die für eine bestimmte Stelle im Unternehmen erforderlich sind. Das Skill-Management legt fest, welche dieser Anforderungen für jede Stelle gelten — das nennt man das Soll-Skill-Profil.

Zur Ermittlung der Soll-Skills setzen sich Vertreter verschiedener Unternehmensbereiche in sogenannten Skill-Boards zusammen. Sie definieren zunächst die Aufgabengebiete der nächsten drei bis fünf Jahre und leiten daraus die benötigten Wissens- und Qualifikationsanforderungen ab.

Den vorhandenen Mitarbeitern werden ihre tatsächlichen Fähigkeiten — die Ist-Skills — durch Tests oder Beurteilungsgespräche ermittelt. Aus dem Vergleich von Soll- und Ist-Skills lassen sich Qualifikationslücken erkennen, auf deren Basis gezielte Weiterbildungsmaßnahmen angeboten werden.

Im Skill-Management werden üblicherweise vier Stufen unterschieden:

  • Stufe 0 – Problembewusstsein: Grundkenntnisse im Wissensgebiet sind vorhanden.
  • Stufe 1 – Wissen: Die Person kann im Wissensgebiet arbeiten.
  • Stufe 2 – Können: Das Wissensgebiet wird sicher beherrscht und konsequent angewendet.
  • Stufe 3 – Expertentum: Die Person gilt als Expertin oder Experte auf dem Gebiet.

Mitarbeiter und Führungskraft erstellen gemeinsam ein individuelles Weiterbildungsprogramm. Der Anstoß zur Weiterbildung geht dabei vom Mitarbeiter selbst aus, was die Eigenverantwortung stärkt. Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen vor Ablauf einer vereinbarten Frist, kann er arbeitsvertraglich an den Weiterbildungskosten beteiligt werden.