In Kürze
Eine Stelle ist die kleinste organisatorische Einheit in einem Unternehmen. Bei der Stellenbesetzung wird geprüft, welcher Bewerber am besten zu den Anforderungen dieser Stelle passt.
Definition
Eine Stelle ist unabhängig von einer bestimmten Person definiert — sie beschreibt ein klar abgegrenztes Aufgabengebiet innerhalb eines Unternehmens. Stellen werden üblicherweise in einem Stellenplan festgehalten.
Wichtig ist das sogenannte Kongruenzprinzip: Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung müssen für eine Stelle zusammenpassen. Ein Mitarbeiter kann nur dann für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich gemacht werden, wenn er auch die nötigen Mittel und Befugnisse hat, um seine Aufgabe zu erfüllen.
Stellen lassen sich nach zwei Merkmalen unterscheiden: nach der Art der Tätigkeit und nach der Entscheidungsbefugnis. Im zweiten Fall spricht man von Leitungsstellen (mit Führungsverantwortung) und Ausführungsstellen (ohne Führungsverantwortung).
Das gängigste Verfahren zur Stellenbesetzung ist der Profilvergleich: Zunächst wird ein Anforderungsprofil erstellt, das die wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten für die Stelle beschreibt und bewertet. Dann wird ein Fähigkeitsprofil des Bewerbers nach denselben Kriterien erstellt. Je besser beide Profile übereinstimmen, desto geeigneter ist der Bewerber.
Das Anforderungsprofil kann um weitere Kriterien ergänzt werden, zum Beispiel:
- Verantwortungsbewusstsein
- Kreativität
- Reaktionsgeschwindigkeit
- Sprachliche Ausdrucksfähigkeit
Bei der Formulierung von Stellenanzeigen ist Vorsicht geboten: Einschränkungen nach Alter oder Geschlecht können unnötig qualifizierte Bewerber ausschließen. Wer als Bewerber eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts nachweisen kann, hat Anspruch auf Schadensersatz gegenüber dem Arbeitgeber.