In Kürze
Das Stundenkonto bildet geleistete Arbeitszeit rechnerisch ab und zeigt Abweichungen zur Sollarbeitszeit. Es dient der transparenten Zuordnung von Zeitguthaben und Zeitschulden.
Definition
Ein Stundenkonto ist ein arbeitsrechtliches Instrument zur rechnerischen Abbildung individuell erfasster Arbeitszeiten von Beschäftigten. Es beschreibt ein personenbezogenes Zeitkonto, das Sollarbeitszeit und tatsächlich geleistete Arbeitszeit saldiert.
Das Stundenkonto weist Plusstunden oder Minusstunden aus, wenn Abweichungen zwischen Soll und Ist bestehen. Es liegt vor, wenn Arbeitszeiten vollständig erfasst und einem festgelegten Abrechnungszeitraum zugeordnet sind.
Berücksichtigt werden auch Zeiten arbeitsrechtlich relevanter Abwesenheiten wie Urlaub, Krankheit oder Feiertage. Die Führung des Stundenkontos erfolgt auf Grundlage arbeitsvertraglicher, tariflicher oder betrieblicher Regelungen.
Rechtsgrundlage ist insbesondere:
- § 3 Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
Das Stundenkonto begründet keinen eigenständigen Anspruch auf Vergütung oder Freizeitausgleich aus dem Konto.
Abzugrenzen ist es von der Zeiterfassung, die lediglich Beginn, Ende und Dauer der Arbeit dokumentiert.
In der Praxis unterstützt das Instrument die flexible Gestaltung schwankender Arbeitszeiten über längere Zeiträume.