In Kürze
Teamarbeit bedeutet, dass mehrere Personen gemeinsam eine Aufgabe übernehmen, die Arbeitsabläufe selbst steuern und die Verantwortung für die Ergebnisse gemeinsam tragen. Ziel ist es, durch Zusammenarbeit bessere Leistungen zu erzielen als im Alleingang.
Definition
Bei der Teamarbeit arbeiten mehrere Beschäftigte über einen längeren Zeitraum partnerschaftlich und gleichberechtigt zusammen. Sie setzen sich gemeinsame Ziele, treffen Entscheidungen im Team und stehen gemeinsam für Erfolge wie auch Misserfolge ein. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl wird oft als „Teamgeist" oder „Wir-Gefühl" bezeichnet.
Teamarbeit unterscheidet sich deutlich von klassisch-hierarchischen Strukturen: Während Beschäftigten in herkömmlichen Organisationen Ziele und Entscheidungen von oben vorgegeben werden, erarbeiten Teams ihre Ziele selbst und entscheiden eigenständig. Aufgaben und Verantwortung werden nicht von Einzelnen, sondern gemeinsam getragen.
Damit Teamarbeit gelingt, sind drei Grundsätze entscheidend:
- Leistungsorientierung: Das Team verfolgt gemeinsame, realistische Ziele und motiviert sich gegenseitig – ohne dass Druck von außen nötig ist. Überforderung einzelner Mitglieder muss dabei vermieden werden.
- Kommunikation: Regelmäßige Teambesprechungen – mindestens wöchentlich – helfen, Missverständnisse früh zu klären und Konflikte zu vermeiden. Ergebnisse werden protokolliert und allen Mitgliedern zugänglich gemacht.
- Verbindlichkeit: Getroffene Vereinbarungen gelten für alle. Nur wenn sich jedes Mitglied auf die anderen verlassen kann, funktioniert die Zusammenarbeit dauerhaft.
Neben klassischen Teams gibt es auch virtuelle Teams, die standortübergreifend – teils in verschiedenen Ländern – mithilfe digitaler Kommunikationsmittel zusammenarbeiten.
Damit Teamarbeit erfolgreich eingeführt werden kann, muss die Unternehmensleitung klare Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehören unter anderem die Klärung von Zuständigkeiten, angepasste Stellenbeschreibungen, ausreichende Entscheidungsspielräume und geeignete Qualifizierungsmaßnahmen. Bestimmte Faktoren können den Teamerfolg gefährden – sogenannte „Teamkiller" –, etwa fehlende Entscheidungsspielräume, Personalwechsel ohne Beteiligung des Teams oder mangelndes Feedback.
Wichtig: Bei der Einführung von Teamarbeit ist der Betriebsrat zu beteiligen.