Trainee

In Kürze

Ein Trainee ist eine Nachwuchskraft – meist ein Hochschulabsolvent –, der in einem Unternehmen ein strukturiertes Ausbildungsprogramm durchläuft, um anschließend eine Führungs- oder Fachposition zu übernehmen.

Definition

Der Begriff Trainee stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Nachwuchskraft oder Anlernling. In Deutschland bezeichnet er Hochschulabsolventen, die in einem Unternehmen eine praxisorientierte Ausbildung absolvieren, die häufig auf ihrem Studium aufbaut. Ziel ist die spätere Übernahme einer Führungsposition oder einer anspruchsvollen Fachaufgabe.

Ein Traineeprogramm dauert in der Regel zwischen 12 und 24 Monaten. Es ist meist ressortübergreifend aufgebaut: Die Trainees durchlaufen nacheinander verschiedene Unternehmensbereiche – zum Beispiel Marketing, Vertrieb, Controlling, Personalwesen, Logistik oder Produktion – und verbringen dabei jeweils etwa drei Monate in jedem Bereich.

Im Mittelpunkt steht das Lernen durch aktive Mitarbeit (Learning by doing), nicht theoretischer Unterricht. Ergänzt wird das Programm durch Seminare und andere Fördermaßnahmen. Im letzten Programmabschnitt wird gemeinsam festgelegt, in welchem Bereich der Trainee nach Abschluss eingesetzt wird.

Neben diesen allgemeinen Programmen gibt es auch spezialisierte Traineeprogramme, die gezielt auf eine bestimmte Position vorbereiten – etwa als Personalreferent oder Vertriebsbeauftragter. Manche Unternehmen, besonders im Handel, bieten Traineeprogramme auch für geeignete Mitarbeiter ohne Studienabschluss an.

Wegen des hohen Zeit- und Kostenaufwands werden Traineeprogramme vor allem von Großunternehmen und größeren mittelständischen Betrieben angeboten, die damit gezielt ihren Führungskräftenachwuchs aufbauen.