Tätigkeitserweiterung

In Kürze

Tätigkeitserweiterung bedeutet, dass der Aufgabenbereich oder Handlungsspielraum eines Mitarbeiters bewusst vergrößert wird. Ziel ist es, einseitige und monotone Arbeit zu vermeiden und die Motivation zu steigern.

Definition

Tätigkeitserweiterung ist ein Konzept aus der Humanisierung der Arbeit. Es soll die Nachteile ausgleichen, die entstehen, wenn Arbeit zu stark aufgeteilt und spezialisiert wird — zum Beispiel Eintönigkeit oder mangelnde Motivation.

Es gibt verschiedene Formen der Tätigkeitserweiterung:

  • Job Enlargement: Der Mitarbeiter übernimmt zusätzliche, ähnlich anspruchsvolle Aufgaben auf derselben Ebene.
  • Job Enrichment: Der Mitarbeiter erhält anspruchsvollere Aufgaben mit mehr Verantwortung und Entscheidungsspielraum.
  • Job Rotation: Der Mitarbeiter wechselt planmäßig zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen oder Aufgabenbereichen.
  • Teilautonome Arbeitsgruppen: Ein Team organisiert seine Arbeit weitgehend selbst und teilt Aufgaben eigenständig auf.

Tätigkeitserweiterung kann sich positiv auf die Arbeitsbereitschaft auswirken. Allerdings gibt es auch Grenzen: Der Aus- und Weiterbildungsbedarf steigt, nicht jeder Mitarbeiter profitiert davon, und bei reinem Arbeitsplatzwechsel können bedeutungslose Tätigkeiten lediglich durch weitere bedeutungslose ersetzt werden. Zudem kann häufiger Wechsel den Wunsch nach stabilen sozialen Kontakten im Team beeinträchtigen.