In Kürze
Werkstoffe sind materielle Produktionsfaktoren, die im Herstellungsprozess verbraucht werden. Sie gehen vollständig oder teilweise im Produktionsablauf unter.
Definition
Werkstoffe sind ein betriebswirtschaftlicher Begriff der Produktionslehre. Sie bezeichnen materielle Güter, die im Produktionsprozess eingesetzt und verbraucht werden.
Werkstoffe umfassen Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsstoffe als eigenständige Produktionsfaktoren. Sie liegen vor, wenn Materialien entweder Bestandteil des Endprodukts werden oder bei der Herstellung verbraucht werden.
Voraussetzung ist, dass sie nicht dauerhaft nutzbar sind und nicht zum Anlagevermögen zählen. Rohstoffe gehen als Hauptbestandteile in das Produkt ein, Hilfsstoffe als Nebenbestandteile.
Betriebsstoffe werden im Produktionsprozess verbraucht, ohne Bestandteil des Produkts zu werden. Werkstoffe unterliegen bilanziell dem Umlaufvermögen und sind als Vorräte zu erfassen.
Eine gesetzliche Verpflichtung zur bestimmten stofflichen Einordnung ergibt sich daraus nicht.
Abzugrenzen sind Werkstoffe von:
- Betriebsmitteln, die mehrfach nutzbar und dauerhaft einsatzfähig sind
In der Praxis bestimmen Werkstoffe die Kostenstruktur, Produktionsplanung und Materialwirtschaft von Unternehmen maßgeblich.