In Kürze
Die Ablauforganisation beschreibt die strukturierte Gestaltung betrieblicher Arbeitsprozesse im zeitlichen und räumlichen Zusammenhang. Sie regelt, wie Aufgaben, Arbeitsmittel und Personen im Prozess zusammenwirken.
Definition
Ablauforganisation ist ein arbeitsrechtliches Instrument. Sie bezeichnet die verbindliche Ordnung betrieblicher Arbeitsabläufe im Hinblick auf Zeit, Raum, Mittel und Aufgabenzuordnung.
Die Ablauforganisation erfasst die sachliche und zeitliche Abfolge von Arbeitsschritten innerhalb eines organisatorischen Gesamtablaufs. Sie liegt vor, wenn Arbeitsprozesse nach festgelegten Kriterien strukturiert, koordiniert und aufeinander abgestimmt sind.
Die Festlegung betrifft Beginn, Dauer, Reihenfolge und Zusammenwirken einzelner Tätigkeiten im Betrieb. Maßgeblich ist die Zuordnung von Aufgaben zu Personen oder Gruppen unter Nutzung betrieblicher Ressourcen.
Die Ablauforganisation berührt Mitbestimmungsrechte nach:
- § 87 Absatz 1 Nummer 2 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG), soweit Lage und Ablauf der Arbeitszeit betroffen sind.
- § 87 Absatz 1 Nummer 3 BetrVG, wenn Arbeitsabläufe Arbeitszeitverlängerungen auslösen.
Eine gesetzliche Verpflichtung zur Einführung einer Ablauforganisation besteht nicht.
Abzugrenzen ist die Ablauforganisation von der Aufbauorganisation, welche die hierarchische Struktur und Zuständigkeitsverteilung regelt.
In der Praxis dient die Ablauforganisation als Grundlage für betriebliche Planung, Steuerung und Anpassung von Arbeitsprozessen.