Arten betrieblicher Führung

In Kürze

Betriebliche Führung bedeutet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zielgerichtet zu beeinflussen. Sie lässt sich nach verschiedenen Arten, Aufgaben und Erfolgskriterien unterscheiden.

Definition

Betriebliche Führung ist die bewusste, zielgerichtete soziale Einflussnahme einer Führungskraft auf andere Menschen im Betrieb. Dabei müssen immer zwei Seiten gleichzeitig berücksichtigt werden: sachorientierte Führungsaufgaben (z. B. Ziele erreichen, Aufgaben organisieren) und menschenorientierte Führungsaufgaben (z. B. Mitarbeiterzufriedenheit, Zusammenhalt).

Nach der Art der Führung unterscheidet man vier Formen:

  • Individualführung: die direkte Beziehung zwischen Vorgesetztem und einer einzelnen Person
  • Gruppenführung: die Führung einer Mehrzahl von Personen gleichzeitig
  • Bereichsführung: Führung bezogen auf ein konkretes Aufgabenfeld, z. B. Einkauf oder Produktion
  • Unternehmensführung: Führung auf der Ebene des gesamten Unternehmens

Je mehr Menschen geführt werden und je komplexer die Situation, desto höher sind die Anforderungen an die Führungskraft.

Ob Führung erfolgreich ist, wird an drei Kriterien gemessen:

  • Zielerfolg: Wurden die betrieblichen Leistungsziele erreicht?
  • Erhaltungserfolg: Bleibt der Zusammenhalt der verschiedenen Gruppen im Betrieb erhalten?
  • Individualerfolg: Sind die einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zufrieden?

Wichtige Abgrenzungen: Management wird im deutschen Sprachraum vor allem für sachliche Führungsaufgaben verwendet; Führung ist ein Teilbereich davon. Leitung beschreibt den eher sachbezogenen Teil der Führungsarbeit. Macht ist eine Begleiterscheinung der Vorgesetztenrolle und ermöglicht es, den eigenen Willen auch gegen Widerstände durchzusetzen. Manipulation hingegen ist ein Missbrauch der Führungsposition und gefährdet das Vertrauen zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden.