Arbeitsplanung - Arbeitsorganisation

In Kürze

Arbeitsorganisation bedeutet, Menschen und Mittel so zu ordnen, dass gemeinsame Ziele möglichst gut erreicht werden. Für Betriebsratsmitglieder ist eine gute persönliche Arbeitsorganisation besonders wichtig, weil sie gleichzeitig zwei Aufgaben erfüllen müssen.

Definition

Organisation ist die auf Dauer angelegte, methodische Zuordnung von Menschen und Sachmitteln, damit sie bestmöglich zusammenwirken und vorgegebene Ziele dauerhaft erreicht werden. Unternehmen passen ihre Organisation laufend an veränderte Bedingungen an.

Die persönliche Arbeitsorganisation wird dagegen oft vernachlässigt — obwohl sie genauso wichtig ist. Das gilt besonders für Betriebsratsmitglieder: Sie müssen sowohl ihre Betriebsratsaufgaben als auch ihre arbeitsvertraglichen Pflichten als Arbeitnehmer erfüllen.

Rechtlich haben Betriebsratsmitglieder nach § 37 Abs. 2 BetrVG Anspruch darauf, für die Betriebsratsarbeit von ihrer beruflichen Tätigkeit freigestellt zu werden — soweit es für die ordnungsgemäße Aufgabenerfüllung erforderlich ist. Wer nicht vollständig freigestellt ist (§ 38 BetrVG), muss beide Bereiche in Einklang bringen.

Eine gute Arbeitsorganisation hilft, mehr und bessere Ergebnisse zu erzielen. Bewährte Ansätze sind unter anderem:

  • Zeit einteilen — zum Beispiel mit einem Zeitplaner
  • Störungen vermeiden bei wichtigen Aufgaben
  • Aufgaben sofort erledigen, auch unangenehme
  • Checklisten und Ablaufpläne nutzen, um nichts zu vergessen
  • Unwichtiges sofort wegwerfen statt aufheben
  • Aufgaben delegieren, wo es möglich ist
  • Persönliche Leistungskurve beachten — wichtige Aufgaben in Hochphasen erledigen, Routinearbeit in schwächeren Phasen
  • Arbeitsplatz ordentlich halten und auf die eigenen Abläufe abstimmen