In Kürze
Beim Angebotsvergleich stellt ein Unternehmen mehrere Angebote verschiedener Lieferanten gegenüber, um die günstigste und passendste Einkaufsentscheidung zu treffen.
Definition
Ein Angebotsvergleich ist ein strukturiertes Verfahren, bei dem Angebote von mehreren Lieferanten für gleiche oder ähnliche Güter und Dienstleistungen systematisch miteinander verglichen werden. Ziel ist es, den besten Lieferanten für den jeweiligen Bedarf zu ermitteln.
Der Vergleich beschränkt sich nicht allein auf den Preis. Typische Kriterien sind:
- Liefer- und Ausführungszeiten
- Menge
- Preisbestandteile (z. B. Listeneinkaufspreis, Transport- und Verpackungskosten)
- Preisnachlässe (Rabatte, Boni, Skonto)
- Qualität
- Zahlungsbedingungen
Obwohl der Preis das wichtigste Merkmal ist, gibt er allein nicht immer den Ausschlag. Sind die Preisunterschiede gering, können andere Faktoren wie Lieferzuverlässigkeit oder Qualität die Entscheidung bestimmen.
Für den Preisvergleich wird der sogenannte Bezugspreis ermittelt. Das ist der Preis, den das einkaufende Unternehmen tatsächlich zahlt — also nach Abzug aller Rabatte und Skonti und nach Hinzurechnung aller Bezugskosten wie Transport und Verpackung. Ermittelt wird er meist über eine Vorwärtskalkulation, die alle Preisbestandteile eines Angebots schrittweise verrechnet.
Damit Angebote fair verglichen werden können, braucht ein Unternehmen ein einheitliches Vergleichsschema — denn Angebote sind oft unterschiedlich aufgebaut und lassen sich nicht direkt gegenüberstellen.