Arbeitskraft

In Kürze

Arbeitskraft bezeichnet die Fähigkeit eines Menschen, körperliche oder geistige Arbeit zu leisten. Sie ist für Arbeitnehmer die wichtigste Grundlage zur Sicherung des Lebensunterhalts.

Definition

Der Begriff Arbeitskraft wird in zwei Bedeutungen verwendet: Er meint zum einen den arbeitenden Menschen selbst (also den Arbeitnehmer), zum anderen die Fähigkeit eines Menschen, eine bestimmte Tätigkeit auszuführen.

Wie stark die individuelle Arbeitskraft ausgeprägt ist, hängt von körperlichen und geistigen Fähigkeiten sowie vom Gesundheitszustand ab. Fällt die Arbeitskraft ganz oder teilweise weg, entstehen für Arbeitnehmer und ihre Familien schnell erhebliche finanzielle Probleme.

Das Risiko, die eigene Arbeitskraft zu verlieren, wird in Deutschland häufig unterschätzt. Hauptursachen für Berufsunfähigkeit sind nicht Unfälle, sondern Krankheiten — vor allem psychische Erkrankungen, Erkrankungen der Wirbelsäule und des Bewegungsapparats sowie Herz- und Kreislauferkrankungen.

In einer globalisierten Arbeitswelt spielt auch die Mobilität der Arbeitskräfte eine wichtige Rolle. Darunter versteht man die Bereitschaft von Arbeitnehmern, den Arbeitsplatz oder den Arbeitsort zu wechseln. Unterschieden wird dabei zwischen:

  • Inner- und zwischenbetrieblicher Mobilität (Wechsel innerhalb oder zwischen Betrieben)
  • Intra- und intersektoraler Mobilität (Wechsel innerhalb oder zwischen Branchen)
  • Nationaler und grenzüberschreitender Mobilität (Wechsel im Inland oder ins Ausland)
  • Horizontaler und vertikaler qualifikatorischer Mobilität (Wechsel auf gleicher oder höherer Qualifikationsebene)

Ein hoher Grad an Arbeitskräftemobilität kann strukturelle Arbeitslosigkeit verringern und die Effizienz des Arbeitsmarkts verbessern.