Arbeitsleistung

In Kürze

Die Arbeitsleistung beschreibt das Ergebnis, das ein Arbeitnehmer in einem bestimmten Zeitraum bei vorgegebener Qualität erbringt. Sie hängt sowohl von persönlichen Voraussetzungen als auch von den Bedingungen am Arbeitsplatz ab.

Definition

In der Betriebswirtschaftslehre versteht man unter Arbeitsleistung das Ergebnis einer zielgerichteten Anstrengung innerhalb einer Zeiteinheit unter Einhaltung einer bestimmten Qualität. Im engeren Sinn — etwa bei Vergütungsfragen — meint man damit das mengenmäßige Arbeitsergebnis eines Arbeitnehmers in einem festgelegten Zeitraum.

Die Arbeitsleistung wird von zwei Gruppen von Faktoren beeinflusst:

  • Objektive Faktoren: Arbeitsaufgabe, Arbeitsbedingungen, Arbeitsmittel, Arbeitsverfahren und Arbeitsumwelt
  • Subjektive Faktoren: Leistungsdisposition (körperliche und geistige Voraussetzungen), Leistungsfähigkeit (erworbene Fähigkeiten und Qualifikation) sowie Leistungsbereitschaft (Motivation und Wille zur Arbeit)

Leistungsfähigkeit meint das Leistungsvermögen eines Menschen — also das, was jemand grundsätzlich kann. Sie umfasst körperliche und geistige Kapazitäten und ergibt sich vor allem aus der beruflichen Qualifikation. Die Dauerleistungsfähigkeit liegt dabei bei etwa 15 bis 25 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit.

Leistungsbereitschaft beschreibt den Willen und die Motivation, diese Fähigkeiten auch einzusetzen. Sie wird durch materielle Anreize (z. B. Gehalt) und immaterielle Anreize (z. B. Anerkennung, Arbeitsklima) beeinflusst. Dabei unterscheidet man zwischen extrinsischen Motiven — also Antrieben, die von außen kommen, wie Arbeitsplatzsicherheit — und intrinsischen Motiven, die aus der Arbeit selbst entstehen, etwa das Gefühl, etwas Sinnvolles zu leisten.

Beide Faktoren wirken zusammen: Hohe Leistungsfähigkeit allein nützt wenig, wenn die Bereitschaft fehlt — und umgekehrt. Für Unternehmen bedeutet das, dass Maßnahmen zur Weiterbildung nur dann wirken, wenn gleichzeitig auch die Motivation der Beschäftigten gefördert wird.

Gemessen wird die Arbeitsleistung vor allem anhand von zwei Maßstäben:

  • Produktivität: Mengenergebnis im Verhältnis zur eingesetzten Arbeitszeit — eine rein mengenmäßige Größe
  • Wirtschaftlichkeit: Wert des Ergebnisses im Verhältnis zu den entstandenen Kosten — ermöglicht auch branchenübergreifende Vergleiche

Bei Tätigkeiten, die sich nicht in Zahlen messen lassen — etwa bei Führungs- oder Planungsaufgaben — ist die Bewertung der Arbeitsleistung schwierig und kann im Betrieb zu Konflikten führen.