In Kürze
Arbeitszeitflexibilisierung bezeichnet alle Formen der Arbeitszeitgestaltung, bei denen Dauer und Lage der Arbeitszeit veränderlich sind — im Gegensatz zu starren, festen Arbeitszeiten.
Definition
Bei der Arbeitszeitflexibilisierung wird die klassische Regelarbeitszeit aufgebrochen. Arbeitnehmer und Betriebe vereinbaren Modelle, bei denen wann und wie lange gearbeitet wird, flexibel gestaltet werden kann.
Die bekanntesten Formen sind Gleitzeit und Teilzeitarbeit. Als besonders innovativ gelten Modelle, die mehrere Elemente verbinden:
- Gleitzeit — Arbeitnehmer wählen Beginn und Ende der Arbeitszeit innerhalb eines Rahmens selbst
- Jobsharing — eine Stelle wird von zwei Personen gemeinsam besetzt
- Telearbeit — Arbeit außerhalb des Betriebs, z. B. im Homeoffice
- Teilzeit à la carte — individuelle Vereinbarung reduzierter Stunden
- Gleitender Ruhestand — schrittweise Reduzierung der Arbeitszeit vor dem Renteneintritt
Wichtige Grundsätze bei der Einführung flexibler Arbeitszeiten sind unter anderem: Die Zeiteinteilung soll möglichst beim Arbeitnehmer liegen, Überstunden werden über ein Zeitkonto ausgeglichen, und Betriebs- sowie Arbeitszeit werden voneinander getrennt.
Flexible Arbeitszeiten bieten Vorteile für beide Seiten: Arbeitnehmer profitieren von besserer Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie höherer Motivation. Betriebe können ihre Anlagen länger nutzen, Öffnungszeiten verlängern und neue Arbeitsplätze schaffen.