In Kürze
Auftragsspitzen sind Phasen erhöhter Arbeitslast im Unternehmen, die regelmäßig oder unvorhergesehen auftreten können. Sie stellen Unternehmen vor personelle Herausforderungen und erfordern flexible Lösungen.
Definition
Von einer Auftragsspitze spricht man, wenn ein Unternehmen vorübergehend mehr Aufträge erhält oder verarbeiten muss, als es mit seiner normalen Kapazität bewältigen kann. Das passiert zum Beispiel bei saisonalen Produkten, bei kurzfristigen Großaufträgen oder wenn Produktionsausfälle nachgeholt werden müssen.
Auftragsspitzen können regelmäßig (z. B. jedes Jahr zur gleichen Jahreszeit) oder unregelmäßig (z. B. durch einen unerwarteten Großauftrag) auftreten. In beiden Fällen entsteht für das Unternehmen oft ein kurzfristiger Personalbedarf.
Unternehmen haben verschiedene Möglichkeiten, auf Auftragsspitzen zu reagieren:
- Optimierte Planung: Durch vorausschauende Produktions- und Vertriebsplanung lassen sich Spitzen manchmal von vornherein vermeiden oder abmildern.
- Zeitarbeit: Unternehmen können vorübergehend Arbeitnehmer über Zeitarbeitsfirmen einsetzen, um den Mehrbedarf zu decken.
- Outsourcing: Teile der Produktion oder Dienstleistung werden zeitweise oder dauerhaft an andere Unternehmen ausgelagert.
- Flexible Arbeitszeiten: Mitarbeiter arbeiten in Spitzenzeiten mehr und bauen diese Stunden auf einem Zeitkonto auf, das sie in ruhigeren Phasen wieder abbauen. Das vermeidet zuschlagspflichtige Mehrarbeit und hält die Lohnkosten stabil.