Autokratischer Führungsstil

In Kürze

Autokratischer Führungsstil beschreibt eine stark hierarchische Form der Mitarbeiterführung. Entscheidungen und Weisungen gehen dabei zentral von einer einzelnen Führungsperson aus.

Definition

Der autokratische Führungsstil ist ein arbeitsrechtliches Führungsmodell mit zentralisierter Entscheidungs- und Weisungsbefugnis einer einzelnen Führungsperson.

Diese Führungsform kennzeichnet sich durch eine hierarchische Struktur ohne systematische Beteiligung nachgeordneter Beschäftigter an Entscheidungen.

Er liegt vor, wenn Entscheidungsprozesse, Arbeitsanweisungen und Kontrollen dauerhaft einseitig durch die Führungsebene festgelegt sind.

Kennzeichnend ist eine klare Unterordnungspflicht der Beschäftigten innerhalb einer streng vertikalen Organisationsstruktur.

Der autokratische Führungsstil bewegt sich im Rahmen der gesetzlichen Direktionsrechte des Arbeitgebers.

Eine rechtliche Verpflichtung zur Anwendung dieses Führungsmodells besteht im Arbeitsverhältnis nicht allgemein.

Abzugrenzen ist er von kooperativen Führungsstilen mit strukturierter Mitbestimmung auf operativer Ebene.

Der autokratische Führungsstil beeinflusst Arbeitsorganisation, Kommunikationswege und Konfliktlagen in Betrieben unmittelbar und nachhaltig.

Mitarbeiter unterliegen dabei einer engen Kontrolle und haben regelmäßig keinen eigenen Entscheidungsspielraum.

Die Führungsstruktur ist auf schnelle Umsetzung von Anweisungen und Disziplin ausgerichtet.

Mitbestimmungsrechte betrieblicher Interessenvertretungen bleiben hiervon unberührt und rechtlich eigenständig ausgestaltet.

In der Arbeitswelt tritt diese Führungsform häufig nur in abgeschwächter Mischform auf.