Bandbreitenmodell

In Kürze

Das Bandbreitenmodell ist ein flexibles Arbeitszeitmodell, das Beschäftigten mehrere Wahlmöglichkeiten zur individuellen Gestaltung ihrer Arbeitszeit bietet. Es gilt als Kompromiss zwischen betrieblichen Planungsbedürfnissen und den persönlichen Wünschen der Arbeitnehmer.

Definition

Beim Bandbreitenmodell können Beschäftigte aus verschiedenen vorgegebenen Arbeitszeitvarianten wählen. Das Modell wurde 1975 von einem Schweizer Maschinenbauunternehmen entwickelt und hat sich vor allem in kleinen und mittleren Betrieben verbreitet.

Im ursprünglichen Modell gibt es zwei Grundelemente:

  • Arbeitszeitverkürzung oder -verlängerung: Alle Beschäftigten können aus mehreren vorgegebenen Formen kürzerer oder längerer Arbeitszeit wählen – mit entsprechenden Auswirkungen auf den Lohn.
  • Tausch zwischen Wochenarbeitszeit und Urlaubsdauer: Beschäftigte können ihre wöchentliche Arbeitszeit verlängern und dafür mehr Jahresurlaub erhalten.

Das Modell soll die Arbeitszufriedenheit und das Betriebsklima verbessern, indem es den Mitarbeitern echte Gestaltungsfreiheit lässt. Kombinationen aus weiteren Elementen sind möglich und werden in der Praxis bereits eingesetzt.