In Kürze
Die Betriebsbuchführung erfasst alle Leistungsprozesse im Unternehmen nach Menge und Wert. Sie dient ausschließlich internen Zwecken und hilft der Unternehmensleitung, wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen.
Definition
Die Betriebsbuchführung — auch Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) genannt — ist ein Teil des betrieblichen Rechnungswesens. Im Mittelpunkt stehen die Größen Kosten und Leistungen, nicht Einnahmen und Ausgaben wie in der Finanzbuchführung.
Ihr Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens zu messen und zu steigern. Dabei geht es um zwei Grundfragen: Wie lässt sich eine bestimmte Leistung mit möglichst geringen Kosten erbringen? Und wie lässt sich mit gegebenen Kosten eine möglichst hohe Leistung erzielen?
Die Betriebsbuchführung ist eine interne Buchführung — ihre Ergebnisse sind nicht für Außenstehende bestimmt. Anders als die Finanzbuchführung unterliegt sie kaum gesetzlichen Vorschriften; Unternehmen können sie weitgehend frei gestalten.
Sie baut zwar auf den Daten der Finanzbuchführung auf, übernimmt diese aber nicht unverändert. Über die sogenannte Abgrenzungsrechnung werden betriebsfremde Vorgänge — etwa Mieteinnahmen aus Betriebswohnungen oder Finanztransaktionen — herausgerechnet, damit das Ergebnis des eigentlichen Kerngeschäfts klar erkennbar bleibt.
Das Ergebnis der Betriebsbuchführung ist das Betriebsergebnis:
- Betriebsgewinn: Leistungen übersteigen die Kosten
- Betriebsverlust: Kosten übersteigen die Leistungen
Davon zu unterscheiden ist das Gesamtergebnis aus der Finanzbuchführung, das alle Erträge und Aufwendungen des Unternehmens — einschließlich betriebsfremder Vorgänge — umfasst.