In Kürze
Betriebsmittel sind alle Gegenstände und Anlagen, die ein Unternehmen dauerhaft für seine Arbeit benötigt — von Maschinen über Fahrzeuge bis hin zu Büromöbeln.
Definition
Als Betriebsmittel (auch: Arbeitsmittel) bezeichnet man alle Gebäude, Anlagen, Maschinen, Einrichtungen und Geräte, die direkt oder indirekt zur Leistungserstellung eines Unternehmens notwendig sind und über einen längeren Zeitraum genutzt werden.
Typische Beispiele für Betriebsmittel sind:
- Grundstücke und Gebäude — z. B. Betriebsgelände, Produktions- und Verwaltungsgebäude
- Maschinen — z. B. Bohr-, Fräs- und Drehmaschinen
- Werkzeuge — z. B. Hammer, Zange, Schraubenzieher
- Transport- und Förderanlagen — z. B. Förderband, Gabelstapler, Lastkraftwagen
- Büro- und Geschäftsausstattung — z. B. Schreibtisch, EDV-Anlagen
- Lagereinrichtungen — z. B. Hochregale, Schränke
- Mess- und Prüfgeräte — z. B. Waagen, Zählgeräte
- Ver- und Entsorgungsanlagen — z. B. Wasserversorgung, Müllentsorgung
Im weiteren Sinne zählen auch Betriebsstoffe (z. B. Strom, Treibstoff) und Hilfsstoffe (z. B. Farbe, Leim, Schrauben) zu den Betriebsmitteln. Hilfsstoffe gehen dabei oft direkt in das hergestellte Produkt ein, Betriebsstoffe hingegen werden im Herstellungsprozess selbst verbraucht.
Die Leistungsfähigkeit von Betriebsmitteln hängt von drei wesentlichen Faktoren ab:
- Modernitätsgrad — Wie aktuell ist das Betriebsmittel im Vergleich zum technischen Fortschritt?
- Abnutzungsgrad — Je stärker ein Betriebsmittel genutzt wird, desto mehr sinkt seine Leistungsfähigkeit und desto höher werden die Kosten.
- Betriebsfähigkeit — Regelmäßige Wartung und vorbeugende Instandhaltung erhalten die Funktionsfähigkeit und vermeiden kostspielige Produktionsausfälle.
Für die Kostenrechnung stellen Betriebsmittel eine besondere Herausforderung dar: Da sie nicht direkt in ein Produkt eingehen, lassen sich ihre Kosten nur schwer verursachungsgerecht zuordnen.