In Kürze
Die Betriebspsychologie untersucht das Verhalten von Menschen im Unternehmen — vor allem, wie Mitarbeiter miteinander und mit ihrer Arbeit umgehen. Sie gliedert sich in die Arbeitspsychologie und die Sozialpsychologie.
Definition
Die Betriebspsychologie beschäftigt sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Beschäftigten in einem Unternehmen. Dabei geht es um drei Ebenen: die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Aufgabe, zwischen einzelnen Mitarbeitern sowie zwischen Mitarbeitern und Gruppen.
Arbeitspsychologie ist der erste Teilbereich. Sie befasst sich mit der menschlichen Arbeitsleistung und umfasst drei Kernbereiche:
- Arbeitsgestaltung: Arbeitsbedingungen sollen so gestaltet sein, dass Über- und Unterforderung vermieden werden. Äußere Einflüsse wie Lärm, Hitze oder schlechte Beleuchtung können die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.
- Motivation: Unterschieden wird zwischen intrinsischen Motiven (Freude an der Arbeit selbst) und extrinsischen Motiven (äußere Anreize wie Gehalt oder Arbeitsbedingungen).
- Eignungsdiagnostik: Entwicklung von Eignungstests, Einstellungsinterviews und Bewerberfragebögen, um festzustellen, ob jemand für eine bestimmte Tätigkeit geeignet ist.
Sozialpsychologie ist der zweite Teilbereich. Sie befasst sich mit dem Miteinander im Betrieb und umfasst:
- Innerbetriebliche Kommunikation: Störungen im Informationsaustausch sollen durch gezielte Schulungen erkannt und behoben werden.
- Gruppendynamik: Größe, Zusammensetzung und Rollenverteilung in Arbeitsgruppen beeinflussen das Arbeitsergebnis erheblich.
- Führung: Der Führungsstil wirkt sich direkt auf die Mitarbeiter aus. Ein Wechsel des Führungsstils — etwa von autoritär zu demokratisch — muss behutsam erfolgen.
- Konfliktbewältigung: Konflikte im Betrieb werden analysiert, um Ursachen zu verstehen und Lösungen anzubieten.