In Kürze
Die Bewerbungsanalyse ist die erste Phase im Einstellungsverfahren. Unternehmen prüfen damit eingereichte Bewerbungsunterlagen und treffen eine Vorauswahl geeigneter Bewerber.
Definition
Sobald Bewerbungen für eine ausgeschriebene Stelle eingegangen sind, beginnt die Bewerbungsanalyse. Ziel ist es, anhand der Unterlagen zu beurteilen, ob ein Bewerber grundsätzlich für die Stelle geeignet ist oder nicht.
Grundlage der Analyse ist ein Anforderungsprofil — eine möglichst genaue Beschreibung der Qualifikationen, die für die Stelle nötig sind. Ohne ein solches Profil bleibt die Bewerbungsanalyse oberflächlich und das Ergebnis zufällig.
Die Analyse läuft in mehreren Schritten ab:
- Vollständigkeitsprüfung: Sind alle geforderten Unterlagen vorhanden? Fehlen wichtige Angaben wie der Lebenslauf oder das Geburtsdatum, wirkt sich das negativ aus.
- Optischer Eindruck: Sorgfalt, Sauberkeit und Struktur der Unterlagen werden bewertet — als erster Hinweis auf die Arbeitsweise des Bewerbers.
- Bewerbungsschreiben: Es sollte Angaben zur aktuellen Tätigkeit, zu vorhandenen Qualifikationen und — falls gefordert — zur Gehaltsvorstellung enthalten.
- Lebenslaufanalyse: Der Lebenslauf zeigt Ausbildung, Berufserfahrung sowie besondere Kenntnisse in chronologischer Reihenfolge.
- Zeugnisanalyse: Arbeitszeugnisse ergänzen das Bild zur fachlichen Eignung.
Werden mehrere Personen mit der Analyse beauftragt, helfen einheitliche Bewertungsbögen oder Checklisten, die Bewerber vergleichbar zu beurteilen.
Die Bewerbungsanalyse dient auch als Vorbereitung für spätere Phasen wie Eignungstests, Assessment-Center oder Vorstellungsgespräche. Bei der Besetzung wichtiger Positionen können zusätzlich Referenzen eingeholt werden.
Wichtig: Bei der gesamten Analyse müssen die Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) eingehalten werden. Eine sorgfältige Dokumentation ist daher unbedingt erforderlich. Nicht geeignete Bewerber erhalten ihre Unterlagen — mit Ausnahme des Anschreibens — zurück.