Bilanzgliederung

In Kürze

Die Bilanzgliederung legt fest, nach welchem Schema eine Bilanz aufgebaut sein muss. Für Kapitalgesellschaften schreibt das Gesetz eine genaue Struktur vor.

Definition

Wer eine Bilanz erstellt, muss bestimmte Ordnungsregeln einhalten. Diese Regeln bestimmen, wie die einzelnen Posten in der Bilanz angeordnet und benannt werden — das nennt man Bilanzgliederung.

Für Kapitalgesellschaften ist das Gliederungsschema gesetzlich vorgeschrieben:

  • § 266 HGB — schreibt das genaue Gliederungsschema vor und verlangt die Aufstellung in Kontoform

Dabei gilt: Große und mittelgroße Kapitalgesellschaften müssen eine ausführlichere Gliederung verwenden. Kleine Kapitalgesellschaften dürfen eine verkürzte Bilanz aufstellen.

Einzelunternehmen und Personengesellschaften sind gesetzlich an kein bestimmtes Gliederungsschema gebunden. In der Praxis orientieren sie sich jedoch häufig am Schema für Kapitalgesellschaften — auch weil Steuerberater dieses Schema üblicherweise verwenden.

Wer seinen Jahresabschluss für weitergehende betriebswirtschaftliche Auswertungen nutzen möchte, kann über die gesetzlich vorgeschriebenen Positionen hinausgehen und zusätzliche Gliederungspunkte aufnehmen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Kontenrahmen bzw. Kontenplan, der die Finanzbuchführung strukturiert.