In Kürze
Buchführungsformen beschreiben die verschiedenen Methoden, mit denen ein Unternehmen seine Finanzbuchführung organisiert. Heute hat sich in der Praxis die EDV-Buchführung durchgesetzt.
Definition
Im Laufe der Zeit haben sich mehrere Buchführungsformen entwickelt: zunächst die manuelle Übertragungsbuchführung, dann die Durchschreibebuchführung und schließlich die heutige EDV-Buchführung. Manuelle Formen spielen in der betrieblichen Praxis kaum noch eine Rolle.
Kein Unternehmen ist gesetzlich auf eine bestimmte Buchführungsform festgelegt — die Wahl ist grundsätzlich frei. In der Praxis hat sich jedoch die EDV-Buchführung auf Basis der doppelten Buchführung als Standard etabliert.
Bei der EDV-Buchführung werden Buchungen auf Datenträgern gespeichert, können jederzeit ausgedruckt und ausgewertet werden. Dabei sind die Grundsätze ordnungsmäßiger Speicherbuchführung (GOB) zu beachten, die sicherstellen, dass alle Daten jederzeit lesbar bleiben.
Kleinere Unternehmen nutzen häufig eine externe Lösung: Die Buchungsbelege werden im Betrieb vorbereitet und dann von externen Stellen weiterverarbeitet. Die fertigen Auswertungen kommen anschließend ins Unternehmen zurück. Das lohnt sich besonders, wenn geeignetes Personal fehlt oder eine eigene EDV-Anlage noch nicht wirtschaftlich wäre.
Eine vollständige kaufmännische Buchführung umfasst neben der Finanzbuchführung auch passende Nebenbuchhaltungen, zum Beispiel:
- Anlagenbuchführung
- Debitorenbuchführung (offene Forderungen gegenüber Kunden)
- Kreditorenbuchführung (offene Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten)
- Lohn- und Gehaltsbuchführung
Nur mit diesen Ergänzungen lassen sich die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) vollständig erfüllen und ein ausreichender Einblick in die wirtschaftliche Lage des Unternehmens gewährleisten.