Eigenfertigung

In Kürze

Eigenfertigung bedeutet, dass ein Unternehmen ein Produkt oder eine Leistung selbst herstellt – statt sie von außen einzukaufen. Das Gegenteil ist die Fremdfertigung, auch Outsourcing genannt.

Definition

Bei der Eigenfertigung erbringt ein Betrieb seine Leistungen vollständig im eigenen Haus. Das betrifft nicht nur die Produktion, sondern kann auch andere Bereiche umfassen – zum Beispiel den Vertrieb, den Transport, die Buchhaltung oder die Gebäudereinigung.

Im Vergleich zur Fremdfertigung entstehen bei der Eigenfertigung zusätzliche Kosten: neben den variablen Kosten (die je nach Menge schwanken) fallen auch Fixkosten an – etwa für Planung, Steuerung der Fertigungsprozesse und Qualitätskontrolle.

Die Eigenfertigung ist wirtschaftlich sinnvoll, wenn die variablen Kosten der Fremdfertigung so viel höher sind, dass sie die Fixkosten der eigenen Herstellung ausgleichen. Diesen Effekt nennt man Fixkostendegression: Je mehr Stücke produziert werden, desto geringer werden die Fixkosten pro Stück.

Die Entscheidung zwischen Eigen- und Fremdfertigung sollte aber nicht allein nach Kosten getroffen werden. Auch folgende Punkte spielen eine Rolle:

  • Strategische Kriterien: Unternehmensstrategie, Kernkompetenzen, vorhandenes Know-how
  • Qualitative Kriterien: Schutz von Betriebsgeheimnissen, Unabhängigkeit von Lieferanten, Qualitätssicherung, Terminplanung und die Wettbewerbssituation