In Kürze
Die Entgeltpolitik legt fest, nach welchen Grundsätzen und Methoden Mitarbeiter in einem Unternehmen bezahlt werden. Sie ist ein zentraler Teil der betrieblichen Personalpolitik.
Definition
Die Entgeltpolitik umfasst alle Grundsätze und Methoden, nach denen ein Unternehmen seine Beschäftigten entlohnt. Sie ist ein Hauptbestandteil der Personalpolitik und muss mit deren Zielen übereinstimmen.
Man unterscheidet zwei Formen: Die direkte Entgeltpolitik betrifft ausschließlich die Höhe der Vergütung. Die indirekte Entgeltpolitik bezieht zusätzlich Sachleistungen mit ein.
Entgeltpolitik wirkt sich nicht nur auf die Leistung einzelner Mitarbeiter aus. Sie spielt auch bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter und der Personalentwicklung eine Rolle — etwa wenn ein attraktives Gehaltsniveau dazu beiträgt, Fachkräfte zu gewinnen oder die Fluktuation zu senken.
Eine gute Entgeltpolitik folgt drei zentralen Grundsätzen:
- Entgeltrichtigkeit (Äquivalenzprinzip): Gleiche Arbeit und gleiche Leistung sollen gleich entlohnt werden. Vergütung und Leistung müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen.
- Entgeltanreizprinzip: Höhere Anforderungen und bessere Leistungen sollen zu höherer Vergütung führen. Nur so lohnt sich Weiterbildung für Beschäftigte auch finanziell.
- Transparenzprinzip: Das Vergütungssystem muss klar und für alle Mitarbeiter nachvollziehbar sein. Mangelnde Offenheit fördert Misstrauen unter den Beschäftigten und schadet langfristig dem Unternehmen.