In Kürze
Fluktuation bezeichnet den Wechsel von Mitarbeitern in einem Unternehmen — also Ein- und Austritte von Personal. Sie kann verschiedene Ursachen haben und ist für Betriebe mit Kosten und Aufwand verbunden.
Definition
Der Begriff Fluktuation beschreibt, wie häufig Mitarbeiter in einem Unternehmen kommen und gehen. Je mehr Personalwechsel stattfinden, desto höher ist die Fluktuation. Sie ist ein wichtiger Hinweis auf die Attraktivität eines Arbeitgebers.
Grundsätzlich unterscheidet man drei Formen der Fluktuation:
- Natürliche Fluktuation: Erstmaliger Eintritt ins Arbeitsleben (z. B. Auszubildende) oder endgültiger Austritt (z. B. Altersrente, Erwerbsunfähigkeit, Tod)
- Unternehmensinterne Fluktuation: Wechsel innerhalb desselben Unternehmens, zum Beispiel durch Versetzung
- Unternehmensfremde Fluktuation: Wechsel in ein anderes Unternehmen oder aus einem anderen Unternehmen herein
Die Ursachen für Fluktuation lassen sich in drei Gruppen einteilen:
- Nicht beeinflussbar: zum Beispiel Berufsunfähigkeit, Altersrente oder Tod
- Begrenzt beeinflussbar: zum Beispiel Umzug, Auswanderung oder Berufswechsel
- Beeinflussbar: zum Beispiel schlechtes Betriebsklima, unzureichende Vergütung, mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten oder schlechte Personalführung
Häufiger Personalwechsel ist für Unternehmen teuer: Es entstehen Kosten für Neubesetzungen, Einarbeitung und Schulung. Außerdem können Leistung und Zusammenarbeit in Teams leiden, wenn ständig neue Mitarbeiter integriert werden müssen.
Um die Fluktuation zu messen, nutzen Unternehmen eine Fluktuationsformel: Die Anzahl der Abgänge wird ins Verhältnis zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl gesetzt — meist als Jahreskennzahl. So lässt sich die Entwicklung im Zeitverlauf oder im Vergleich mit der Branche beobachten.
Wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, kann ein Abschlussgespräch helfen, die Gründe zu erfahren. Der Arbeitnehmer ist zwar nicht verpflichtet, seine Beweggründe offenzulegen, aber solche Gespräche geben dem Unternehmen wichtige Hinweise auf mögliche Schwachstellen — zum Beispiel bei Führung, Arbeitsklima oder Vergütung.