In Kürze
Führungskräfteentwicklung bezeichnet die gezielte und systematische Vorbereitung von Mitarbeitern auf künftige Führungsaufgaben im Unternehmen. Sie umfasst weit mehr als Seminare und Trainings.
Definition
Unter Führungskräfteentwicklung versteht man alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen geeignete Mitarbeiter erkennt, fördert und auf Führungspositionen vorbereitet. Ziel ist es, vakante Führungsstellen möglichst aus dem eigenen Mitarbeiterpotenzial zu besetzen.
Gleichzeitig soll die Maßnahme die Transparenz erhöhen: Mitarbeiter sollen nachvollziehen können, welche Anforderungen und Kriterien für einen beruflichen Aufstieg gelten. Das steigert die Motivation und macht das Unternehmen auch für neue Fachkräfte attraktiver.
Typische Maßnahmen der Führungskräfteentwicklung sind:
- Seminare zur Erweiterung fachlicher und sozialer Kompetenzen
- Gezielte Job Rotation und befristete Arbeitsplatzwechsel im Unternehmen
- Vorübergehende Übernahme anspruchsvollerer Aufgaben, etwa als Stellvertreter
- Auslandsentsendungen
- Ehrenamtliche oder nebenamtliche Tätigkeiten in externen Gremien
- Eignungsdiagnostische Verfahren wie Persönlichkeitstests oder Assessment-Center
Führungskräfteentwicklung ist kein eigenständiges Instrument, sondern Teil der gesamten Personalplanung. Sie muss eng mit der Personalbedarfs-, Personaleinsatz- und Laufbahnplanung abgestimmt sein.
Grundsätzlich tragen die direkten Vorgesetzten die Verantwortung dafür, geeignete Mitarbeiter zu erkennen und gemeinsam mit ihnen passende Entwicklungsmaßnahmen zu vereinbaren. Mitarbeitergespräche und -beurteilungen spielen dabei eine zentrale Rolle.
Wichtig für Arbeitnehmer: Die Teilnahme an Maßnahmen der Führungskräfteentwicklung bedeutet nicht automatisch einen baldigen Aufstieg. Es geht auch darum, die eigenen Fähigkeiten für die aktuelle Stelle weiterzuentwickeln und künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.