In Kürze
Beim autoritären Führungsstil entscheidet die Führungskraft allein und erwartet von den Mitarbeitern bedingungslosen Gehorsam. Mitarbeiter werden weder gefragt noch an Entscheidungen beteiligt.
Definition
Der autoritäre Führungsstil ist eine der ältesten Formen der Mitarbeiterführung und stammt aus den frühen Jahren der Industrialisierung. Heute findet er sich vor allem noch in Organisationen mit starren Befehlsstrukturen, etwa beim Militär oder der Polizei.
Die Führungskraft gibt Anweisungen und Aufgaben vor, kontrolliert die Arbeit fortlaufend und duldet weder Widerspruch noch Kritik. Fehler werden bestraft statt gemeinsam gelöst. Das Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern ist dadurch meist sehr distanziert.
Damit dieser Stil funktioniert, braucht die Führungskraft ein fundiertes Fachwissen, starkes Selbstbewusstsein sowie analytische Fähigkeiten.
Vorteile des autoritären Führungsstils:
- Hohe Entscheidungsgeschwindigkeit
- Schnelle Handlungsfähigkeit, besonders in Krisensituationen
- Klare Zuständigkeiten
- Umfassende Kontrolle der Arbeitsabläufe
Nachteile des autoritären Führungsstils:
- Demotivation der Mitarbeiter
- Einschränkung der persönlichen Freiheit
- Geringe Eigeninitiative und Selbstständigkeit der Mitarbeiter
- Hohe Gefahr von Fehlentscheidungen bei überforderten Führungskräften
- Rivalitäten unter Mitarbeitern um die Gunst des Vorgesetzten
- Vorhandene Fähigkeiten der Mitarbeiter werden nicht erkannt und genutzt
- Probleme, wenn die Führungskraft längerfristig ausfällt
In der Praxis kann der autoritäre Führungsstil kurzfristig die Arbeitsleistung steigern. Über einen längeren Zeitraum lässt sich dieser Effekt jedoch meist nicht aufrechterhalten.