In Kürze
Geld ist ein allgemein anerkanntes Tauschmittel, das gegen Waren und Dienstleistungen eingetauscht werden kann. Es existiert in materieller Form (Münzen, Banknoten) und immaterieller Form (Bankguthaben, elektronisches Geld).
Definition
Geld ist ein Wertäquivalent — also ein Gegenwert, der nicht selbst ein Bedürfnis befriedigt, sondern aufgrund seiner allgemeinen Akzeptanz gegen andere Güter oder Dienstleistungen getauscht werden kann. Die in einem Staat oder einer Staatengemeinschaft verwendete Geldsorte nennt man Währung (z. B. Euro, Dollar).
Die Volkswirtschaftslehre unterscheidet drei wesentliche Funktionen des Geldes:
- Zahlungsmittelfunktion: Geld ermöglicht den einfachen Tausch von Gütern und Dienstleistungen sowie die Aufnahme und Tilgung von Krediten.
- Wertaufbewahrungsmittel: Im Gegensatz zu verderblichen Waren ist Geld haltbar — vorausgesetzt, sein Wert bleibt stabil (Kaufkraft).
- Wertmaßstab und Recheneinheit: Über Preise lässt sich der Wert von Gütern vergleichen und ausdrücken.
Es gibt verschiedene Geldformen: Naturalgeld (z. B. Vieh in der Frühgeschichte), Münzgeld, Papiergeld, Buchgeld (auch Giralgeld genannt — Guthaben auf Bankkonten) sowie elektronisches Geld (z. B. aufgeladene Geldkarten). Der bargeldlose Zahlungsverkehr — etwa per Überweisung oder Kreditkarte — basiert auf dem Buchgeld.
Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel, muss aber nicht in unbegrenzter Menge angenommen werden. Eine EU-Verordnung (Nr. 974/98) legt fest, dass niemand verpflichtet ist, mehr als 50 Münzen bei einer einzelnen Zahlung anzunehmen. Euro-Gedenkmünzen müssen nur bis zu einem Betrag von 200 Euro akzeptiert werden. Außerdem kann vertraglich vereinbart werden, dass bestimmte Schulden nicht mit Bargeld beglichen werden dürfen — etwa wenn eine Tankstelle die Annahme großer Geldscheine ausschließt.