In Kürze
Grundbedürfnisse bezeichnen existenzielle menschliche Bedürfnisse zur Sicherung des physischen und sozialen Überlebens. Sie bilden die Grundlage für das Existenzminimum und staatliche Sicherungssysteme.
Definition
Grundbedürfnisse ist ein wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Begriff. Er beschreibt elementare menschliche Bedürfnisse, deren Befriedigung für das Überleben und eine minimale Lebensführung erforderlich ist.
Grundbedürfnisse umfassen insbesondere:
- Ernährung
- Unterkunft
- Bekleidung
- Zugang zu lebensnotwendigen Dienstleistungen
Sie liegen vor, wenn die Versorgung mit existenziellen Gütern und grundlegender sozialer Infrastruktur gesichert ist.
Die rechtliche Relevanz ergibt sich im Zusammenhang mit dem verfassungsrechtlich geschützten Existenzminimum nach dem Grundgesetz (GG).
Grundbedürfnisse begründen keine individuelle Anspruchsnorm, sondern dienen als Maßstab staatlicher Sicherungspflichten.
Abzugrenzen sind sie von:
- individuellen Komfortbedürfnissen
- Luxusbedürfnissen, die über das Existenzminimum hinausgehen
In der Praxis beeinflussen Grundbedürfnisse die Ausgestaltung sozialrechtlicher Leistungen und staatlicher Mindeststandards.