Gruppenarbeit

In Kürze

Bei der Gruppenarbeit erledigen mehrere Beschäftigte gemeinsam eine Aufgabe und tragen zusammen die Verantwortung für das Ergebnis. Die Gruppe arbeitet dabei weitgehend selbstständig und eigenverantwortlich.

Definition

Gruppenarbeit bedeutet, dass eine Gruppe von Mitarbeitern eine Produktionsaufgabe gemeinsam übernimmt. Ihre Tätigkeiten sind inhaltlich und zeitlich eng miteinander verbunden — das Ergebnis ist eine gemeinsame Leistung, nicht die Summe einzelner Arbeiten.

Ein wichtiges Merkmal ist die Teilautonomie: Die Gruppe entscheidet selbst, wie sie ihre Aufgabe erledigt. Damit wird ein Teil der Verantwortung, die sonst beim Vorgesetzten liegt, direkt an die Beschäftigten übertragen.

Gruppenarbeit kann mehrere Vorteile bringen:

  • Kürzere Informationswege innerhalb der Gruppe
  • Weniger Zwischenlager im Produktionsablauf
  • Höhere Motivation und bessere Qualität der Arbeit
  • Geringere Fehlzeiten der Beschäftigten

Damit Gruppenarbeit funktioniert, sind bestimmte Voraussetzungen nötig. Die Aufgaben müssen räumlich zusammenführbar sein, die Beschäftigten müssen flexibel einsetzbar sein und Verantwortung übernehmen wollen. Außerdem darf die eingesetzte Technik nicht zu vielfältig sein.

Besonders wichtig ist der Führungsstil: Wird trotz Gruppenarbeit weiterhin autoritär geführt, zeigen Untersuchungen, dass die Leistung sinkt und Fehlzeiten steigen. Gruppenarbeit braucht einen Führungsstil, der die Selbstständigkeit der Gruppe unterstützt.