Interkulturelles Management

In Kürze

Interkulturelles Management beschreibt den strukturierten Umgang mit kultureller Vielfalt in betrieblichen Kontexten. Es betrifft vor allem die Zusammenarbeit, Führung und Organisation kulturell heterogener Belegschaften.

Definition

Interkulturelles Management ist ein arbeitsrechtlicher Begriff. Er bezeichnet die systematische Berücksichtigung kultureller Prägungen in personalbezogenen Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen von Unternehmen.

Interkulturelles Management liegt vor, wenn kulturelle Unterschiede als strukturrelevante Faktoren betrieblicher Zusammenarbeit festgelegt sind. Erforderlich ist eine organisationsbezogene Einbindung kultureller Werte in Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit von Beschäftigten.

Die Anwendung setzt das Vorhandensein kulturell heterogener Belegschaften oder grenzüberschreitender Arbeitsbeziehungen voraus. Maßgeblich ist die betriebliche Organisation von Arbeitsprozessen unter Berücksichtigung kulturell geprägter Verhaltensmuster.

Rechtsgrundlagen ergeben sich funktional aus:

  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Interkulturelles Management begründet keine gesetzliche Verpflichtung zur Einführung entsprechender Maßnahmen.

Abzugrenzen ist es von Diversity Management, das weitergehende soziale Differenzmerkmale unabhängig von Kulturbezug einbezieht.

Interkulturelles Management besitzt praktische Bedeutung bei Personalentwicklung, Führungsgestaltung und organisationsbezogener Konfliktprävention in international ausgerichteten Unternehmen.