In Kürze
Das Image ist das innere Bild, das sich Menschen von einer Person, einem Unternehmen oder einem Produkt machen. Im Personalwesen spielt vor allem das Arbeitgeber-Image eine wichtige Rolle — es beeinflusst, ob sich Bewerber für oder gegen ein Unternehmen entscheiden.
Definition
Das Wort Image stammt aus dem Englischen und bedeutet „Bild". Gemeint ist das Vorstellungsbild, das jemand von einem Bezugsobjekt hat — also von einer Person, einer Organisation oder einem Produkt. Dieses Bild entsteht nicht nur durch eigene Erfahrungen und Wissen, sondern auch durch Gefühle wie Erwartungen, Vorurteile oder Ängste sowie durch das soziale Umfeld eines Menschen.
Wichtig ist: Ein Image ist dynamisch — es kann sich schnell verändern, zum Beispiel durch neue Erlebnisse, öffentliche Berichte oder den Austausch mit Wettbewerbern und der Zielgruppe.
Man unterscheidet zwei Arten von Image:
- Fremdimage: Das Bild, das Menschen über etwas haben, womit sie selbst nicht direkt in Berührung kommen — zum Beispiel das Bild einer Stadt, in der man nie gelebt hat.
- Selbstimage: Das Bild, das Menschen über etwas haben, von dem sie selbst unmittelbar betroffen sind — zum Beispiel das Bild der eigenen Stadt als Bewohner.
Im beruflichen Kontext spielt das Unternehmensimage (auch „Corporate Image") eine wichtige Rolle. Es beschreibt, wie Kunden, Lieferanten, Medien, die Gesellschaft und die eigenen Mitarbeiter ein Unternehmen wahrnehmen. Es wird durch viele Faktoren geprägt: einheitliches Erscheinungsbild, Kommunikation nach innen und außen, Architektur und Einrichtung sowie das allgemeine Auftreten des Unternehmens.
Ein zentraler Bestandteil des Unternehmensimages ist das Arbeitgeber-Image — also das Bild, das potenzielle Bewerber und Beschäftigte vom Unternehmen als Arbeitgeber haben. Ein positives Arbeitgeber-Image erleichtert die Gewinnung neuer Mitarbeiter erheblich, ein negatives kann die personelle Situation in mehrfacher Hinsicht beeinträchtigen.
Faktoren, die das Arbeitgeber-Image positiv beeinflussen:
- Unternehmensname, Produktqualität und Marktstellung
- Arbeitsplatzsicherheit und gutes Betriebsklima
- Vergütungssystem sowie Aus- und Fortbildungsangebote
- Führungsstruktur und Qualität des Managements
- Motivation und Identifikation der Mitarbeiter
- Innovationsfähigkeit des Unternehmens
Faktoren, die das Arbeitgeber-Image negativ beeinflussen:
- Schlechtes Betriebsklima und negative Presseberichte
- Fehlendes oder ungerechtes Vergütungssystem
- Hohe Mitarbeiterfluktuation oder hoher Krankenstand
- Überdurchschnittlich viele Arbeitsunfälle
- Entlassung von Führungskräften
Unter Imagepolitik versteht man den systematischen Aufbau oder die gezielte Beeinflussung des Erscheinungsbildes eines Unternehmens — vor allem gegenüber potenziellen Bewerbern. Dazu werden Instrumente wie Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Stellenanzeigen oder Messeauftritte eingesetzt.
Möchte ein Unternehmen seinen Mitarbeitern eine einheitliche Dienstbekleidung vorschreiben, um das äußere Erscheinungsbild zu steuern, ist dies mitbestimmungspflichtig — der Betriebsrat muss also zustimmen.