In Kürze
Kapazität beschreibt das maximale Leistungsangebot von Menschen oder Maschinen in einem Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sie zeigt, wie viel ein Betrieb theoretisch und tatsächlich leisten kann.
Definition
Im betriebswirtschaftlichen Sinne ist Kapazität das arbeitsplatzgebundene Leistungsangebot von Mitarbeitenden oder Betriebsmitteln in einem festgelegten Zeitabschnitt — zum Beispiel pro Stunde, Tag, Woche oder Jahr.
Man unterscheidet zwei Seiten der Kapazität:
- Kapazitätsangebot (Kapazitätsbestand): die tatsächlich verfügbare Leistung
- Kapazitätsbedarf: die noch fehlende oder zusätzlich benötigte Leistung
Der Grad der Kapazitätsauslastung gibt an, wie viel der maximal möglichen Leistung wirklich genutzt wird. Er errechnet sich aus dem Verhältnis zwischen tatsächlicher und maximaler Auslastung.
In der Praxis wird die theoretische Maximalkapazität häufig durch sogenannte Engpässe begrenzt. Typische Faktoren, die die Kapazität verringern, sind:
- Anzahl der Schichten
- tarifliche Arbeitszeiten der Mitarbeitenden
- Wartungs- und Reparaturarbeiten
- Pausen und Leerzeiten
- Absatz- und Lagerplanung
- Produktionsengpässe
Mit der Kapazitätsplanung legt ein Unternehmen fest, wie die vorhandene Kapazität in einem bestimmten Zeitraum möglichst optimal eingesetzt werden soll. Ausgangspunkt ist dabei stets die theoretische Maximalkapazität, von der dann die genannten Minderungsfaktoren abgezogen werden.