In Kürze
Kapitalbindung bezeichnet den Teil des Unternehmenskapitals, der in Investitionen steckt und daher nicht sofort als Geld verfügbar ist.
Definition
Kapital gilt als gebunden, wenn es zwar im Unternehmen vorhanden ist — zum Beispiel als Maschine, Gebäude oder Anlage —, aber nicht direkt als Geldmittel genutzt werden kann. In der Bilanz erscheint es meist im Anlagevermögen, steht jedoch nicht als Liquidität zur Verfügung.
Die Kapitalbindung zeigt, wie stark ein Unternehmen sein Geld in Investitionen festgelegt hat. Ist sie sehr hoch, kann es schwierig werden, unerwartete finanzielle Engpässe zu überbrücken — weil schlicht nicht genug freies Geld vorhanden ist.
Wichtig ist dabei nicht nur die Höhe der Kapitalbindung, sondern auch ihre Dauer: Je länger das Kapital gebunden ist, desto weniger flexibel kann das Unternehmen damit umgehen.
Mit der Zeit löst sich die Bindung schrittweise auf: Durch Abschreibungen wird das investierte Kapital über die Nutzungsdauer des Investitionsguts nach und nach wieder freigesetzt. Am Ende der Nutzungsdauer beträgt die Kapitalbindung für dieses Objekt wieder null.