Lean Management

Lean Management bedeutet „schlanke Unternehmensführung" und beschreibt ein Konzept zur effizienten Gestaltung von Strukturen, Hierarchien und Arbeitsprozessen. Ziel ist es, nichtwertschöpfende Tätigkeiten zu reduzieren und Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen.

In Kürze

Lean Management bedeutet „schlanke Unternehmensführung" und beschreibt ein Konzept zur effizienten Gestaltung von Strukturen, Hierarchien und Arbeitsprozessen. Ziel ist es, nichtwertschöpfende Tätigkeiten zu reduzieren und Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen.

Definition

Lean Management ist ein Konzept der Unternehmensführung, das ursprünglich in Japan entwickelt wurde. Es entstand zunächst im Produktionsbereich und wurde später auf die gesamte Organisation und Führung von Unternehmen übertragen.

Der Grundgedanke: Unternehmen sollen mit möglichst geringem Einsatz von Personal und Kapital eine hohe Qualität für ihre Kunden liefern. Dabei stehen die Bedürfnisse der Kunden sowie die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter im Mittelpunkt.

Kennzeichnend sind standardisierte Abläufe, kurze Entscheidungswege und systematische Fehlervermeidung. Ein „schlankes" Unternehmen ist vor allem gekennzeichnet durch:

  • Flache Hierarchien – wenige Führungsebenen, Abbau aufgeblähter Verwaltungsstrukturen
  • Dezentralisierung – Entscheidungen werden dorthin verlagert, wo die Arbeit tatsächlich stattfindet
  • Teamarbeit und Gruppenarbeit – qualifizierte Mitarbeiter arbeiten eigenverantwortlich zusammen
  • Konzentration auf Kernkompetenzen – nicht zum Kerngeschäft gehörende Bereiche können ausgelagert werden (Outsourcing)
  • Simultanisierung – Entwicklungs- und Produktionsprozesse werden parallel und vernetzt gestaltet, zum Beispiel durch Just-in-Time-Lieferungen

Lean Management ist vor allem für größere Unternehmen und Konzerne relevant, die im Laufe der Zeit überdimensionale Verwaltungsstrukturen aufgebaut haben. Kleinere und mittelständische Betriebe sind häufig bereits von Natur aus schlanker aufgestellt.

Arbeitsrechtliche Relevanz entsteht, wenn Lean Management organisatorische Maßnahmen mit Auswirkungen auf Arbeitsplätze oder Arbeitsbedingungen umfasst. Als Rechtsgrundlage kommt insbesondere § 106 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) in Betracht, da solche Maßnahmen als wirtschaftliche Angelegenheit einzustufen sein können.

Lean Management begründet für Arbeitnehmer keinen eigenständigen Anspruch auf Beschäftigungssicherung oder eine bestimmte Arbeitsorganisation. Abzugrenzen ist es von einzelnen Rationalisierungsmaßnahmen ohne übergreifendes Prozesskonzept.

Für Arbeitnehmer bedeutet Lean Management in der Praxis oft mehr Eigenverantwortung und eine stärkere Einbindung in Teamprozesse — aber auch den möglichen Abbau von Stellen in mittleren Führungsebenen. In der Praxis beeinflusst es regelmäßig Planung, Umsetzung und Kommunikation betrieblicher Veränderungsprozesse.

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