Leistung

Leistung bezeichnet im Arbeitsumfeld die Erfüllung aller vertraglichen Pflichten durch den Arbeitnehmer und im betriebswirtschaftlichen Sinne den wertmäßigen Output eines Unternehmens — also alle in Geld bewerteten Güter und Dienstleistungen, die im Betrieb erstellt werden. Sie bildet das Gegenstück zu den Kosten.

In Kürze

Leistung bezeichnet im Arbeitsumfeld die Erfüllung aller vertraglichen Pflichten durch den Arbeitnehmer und im betriebswirtschaftlichen Sinne den wertmäßigen Output eines Unternehmens — also alle in Geld bewerteten Güter und Dienstleistungen, die im Betrieb erstellt werden. Sie bildet das Gegenstück zu den Kosten.

Definition

Im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet Leistung die Erfüllung aller arbeitsvertraglichen Pflichten durch den Arbeitnehmer. Dazu gehört alles, was mit dem jeweiligen Arbeitsplatz oder dem Anforderungsprofil einer Stelle verbunden ist.

In der Personalwirtschaft wird Leistung enger gefasst: Hier meint der Begriff das bewertete Ergebnis des menschlichen Arbeitseinsatzes — auch als Arbeitsleistung bezeichnet. Sie wird anhand von drei Kriterien gemessen:

  • Quantität – wie viel wurde geleistet?
  • Qualität – wie gut war das Ergebnis?
  • Zeitaufwand – wie lange hat es gedauert?

Die Arbeitsleistung bildet die Grundlage für Leistungsbeurteilungen im Betrieb.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht bezeichnet Leistung das wirtschaftliche Ergebnis des betrieblichen Produktionsprozesses. Gemeint sind alle Güter und Dienstleistungen — auch immaterielle wie Patente oder Rechte —, die ein Unternehmen in einer bestimmten Abrechnungsperiode (z. B. Monat, Quartal oder Jahr) erstellt und in Geldeinheiten bewertet. Dieser Wertezuwachs wird im internen Rechnungswesen auch als Erlös, betrieblicher Ertrag oder Betriebsertrag bezeichnet.

Die betriebliche Leistung setzt sich aus vier Komponenten zusammen:

  • Umsatzerlöse: Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen
  • Lagerleistung: Erhöhung der Bestände an fertigen oder unfertigen Erzeugnissen
  • Innerbetriebliche Leistung: Leistungen, die nicht verkauft, sondern im eigenen Unternehmen wieder eingesetzt werden (z. B. selbst erzeugte Energie oder Reparaturen an eigenen Maschinen)
  • Aktivierte Eigenleistungen: Selbst erstellte Wirtschaftsgüter, die im Unternehmen genutzt werden (z. B. selbst errichtete Gebäude)

Die Differenz zwischen Leistung und Kosten ergibt das Betriebsergebnis. Je höher die Leistung im Verhältnis zu den Kosten, desto besser das interne Ergebnis des Unternehmens.

In der Kosten- und Leistungsrechnung werden betriebliche Leistungen auch als Kostenträger bezeichnet, weil sie letztlich die anfallenden Kosten des Unternehmens tragen müssen.

Wichtig: Leistung und Ertrag sind verwandte, aber nicht identische Begriffe. Bei sogenannten Andersleistungen weichen Leistung und Ertrag in ihrer Höhe voneinander ab; bei Zusatzleistungen steht der Leistung gar kein Ertrag gegenüber.

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