Leistung

In Kürze

Im betrieblichen Rechnungswesen bezeichnet Leistung den wertmäßigen Output eines Unternehmens — also alle in Geld bewerteten Güter und Dienstleistungen, die im Betrieb erstellt werden. Sie bildet das Gegenstück zu den Kosten.

Definition

Leistung ist das wirtschaftliche Ergebnis des betrieblichen Produktionsprozesses. Gemeint sind alle Güter und Dienstleistungen, die ein Unternehmen in einer bestimmten Abrechnungsperiode (z. B. Monat, Quartal oder Jahr) erstellt — bewertet in Geldeinheiten. Auch immaterielle Güter wie Patente, Rechte oder Software zählen dazu.

Die betriebliche Leistung setzt sich aus vier Komponenten zusammen:

  • Umsatzerlöse: Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen
  • Lagerleistung: Erhöhung der Bestände an fertigen oder unfertigen Erzeugnissen
  • Innerbetriebliche Leistung: Leistungen, die nicht verkauft, sondern im eigenen Unternehmen wieder eingesetzt werden (z. B. selbst erzeugte Energie oder Reparaturen an eigenen Maschinen)
  • Aktivierte Eigenleistungen: Selbst erstellte Wirtschaftsgüter, die im Unternehmen genutzt werden (z. B. selbst entwickelte Software oder selbst errichtete Gebäude)

Die Differenz zwischen Leistung und Kosten ergibt das Betriebsergebnis. Je höher die Leistung im Verhältnis zu den Kosten, desto besser das interne Ergebnis des Unternehmens.

In der Kosten- und Leistungsrechnung werden betriebliche Leistungen auch als Kostenträger bezeichnet, weil sie letztlich die anfallenden Kosten des Unternehmens tragen müssen.

Wichtig: Leistung und Ertrag sind verwandte, aber nicht identische Begriffe. Bei sogenannten Andersleistungen weichen Leistung und Ertrag in ihrer Höhe voneinander ab; bei Zusatzleistungen steht der Leistung gar kein Ertrag gegenüber.