In Kürze
Lohn ist die Vergütung, die gewerbliche Arbeitnehmer für ihre Arbeitsleistung erhalten. Es gibt verschiedene Grundformen: Zeitlohn, Akkordlohn und Prämienlohn.
Definition
Während Angestellte ein Gehalt beziehen, spricht man bei gewerblichen Arbeitnehmern von Lohn. Je nach Art der Tätigkeit und Vereinbarung kann der Lohn unterschiedlich berechnet werden.
Die drei wichtigsten Lohnformen sind:
- Zeitlohn: Der Arbeitnehmer wird für seine Anwesenheitszeit bezahlt. Grundlage ist eine sogenannte Normalleistung. Der Zeitlohn gilt nicht als Leistungslohn im engeren Sinne.
- Akkordlohn: Hier zählt die tatsächlich erbrachte Leistung. Sie wird entweder in Geld (Geldakkord) oder in Zeit (Zeitakkord) bewertet. Der Akkordlohn ist ein eindeutiger Leistungslohn.
- Prämienlohn: Mehrleistungen werden anteilig zusätzlich vergütet. Er gilt als Mischform zwischen Zeit- und Akkordlohn.
In der Praxis hat der Prämienlohn in deutschen Unternehmen zuletzt an Bedeutung gewonnen, während der Akkordlohn eher seltener eingesetzt wird.
Bei der Wahl der Lohnform spielt das sogenannte Äquivalenzprinzip eine wichtige Rolle: Die Vergütung soll gerecht sein und zur tatsächlichen Leistung des Arbeitnehmers passen. Nicht jede Lohnform eignet sich für jeden Arbeitsplatz oder jeden Arbeitnehmer gleichermaßen.