In Kürze
Das Einarbeitungsgespräch ist ein regelmäßiges Gespräch zwischen Vorgesetztem und neuem Mitarbeiter während der Einarbeitungszeit. Es soll Fortschritte sichern, Probleme früh erkennen und die Integration in das Unternehmen unterstützen.
Definition
Wer neu in ein Unternehmen eintritt oder durch eine Versetzung eine neue Aufgabe übernimmt, braucht in der Anfangsphase besondere Unterstützung. Die Einarbeitung ist kein einmaliger Vorgang, sondern ein längerer Prozess — und Einarbeitungsgespräche begleiten diesen Prozess regelmäßig.
Studien zeigen, dass viele Arbeitnehmer ein Unternehmen bereits in der Probezeit wieder verlassen — oft, weil die Einarbeitung nicht ausreichend war. Gut geführte Einarbeitungsgespräche helfen, das zu verhindern.
Typische Inhalte eines Einarbeitungsgesprächs sind:
- Fortschritte des neuen Mitarbeiters besprechen
- Aufgetretene Schwierigkeiten ansprechen und Unterstützung anbieten
- Zusätzlichen Qualifizierungsbedarf erkennen
Hilfreich ist dabei ein schriftlicher Einarbeitungsplan, der die zu erledigenden Aufgaben, ihre Reihenfolge, Zeitrahmen, Erfolgskriterien und noch fehlende Qualifikationen festhält. Dieser Plan sollte Grundlage jedes Einarbeitungsgesprächs sein.
Die Verantwortung für die Einarbeitung liegt beim direkten Vorgesetzten. Die fachliche Einarbeitung kann er an erfahrene Kollegen weitergeben — etwa im Rahmen eines Paten- oder Mentorensystems. Die Verantwortung für die soziale Integration des neuen Mitarbeiters trägt der Vorgesetzte jedoch persönlich und kann sie nicht delegieren.
Eine systematische Einarbeitung nutzt beiden Seiten: Sie senkt die Fluktuation, beugt innerer Kündigung vor, verringert Fehlzeiten und stärkt Motivation sowie Arbeitszufriedenheit.