Postkorb-Übung

In Kürze

Die Postkorb-Übung ist eine klassische Aufgabe im Assessment-Center, bei der Bewerber einen simulierten Posteingang unter Zeitdruck sichten und bearbeiten. Sie zeigt, wie gut jemand Prioritäten setzt, Entscheidungen trifft und Aufgaben delegiert.

Definition

Bei der Postkorb-Übung — auch Postkorb-Methode genannt — erhalten Bewerberinnen und Bewerber einen fiktiven Posteingang, wie er typischerweise bei einer Führungskraft anfällt. Dieser enthält meist 10 bis 20 Dokumente unterschiedlicher Art und Dringlichkeit: Briefe, Notizen, Schriftstücke.

Die Aufgabe besteht darin, diesen Posteingang innerhalb eines knapp bemessenen Zeitrahmens zu sichten, zu ordnen und zu bearbeiten. Dabei sollen Prioritäten gesetzt und Entscheidungen getroffen werden — zum Beispiel: Was muss sofort erledigt werden? Was kann warten? Was kann an andere weitergegeben werden?

Die Übung läuft typischerweise in vier Schritten ab:

  • Überblick gewinnen: Alle Unterlagen lesen, Zusammenhänge erkennen, Prioritäten und einen Zeitplan festlegen.
  • Aufgaben auswählen: Entscheiden, welche Vorgänge selbst bearbeitet werden müssen, und Fristen besonders hervorheben.
  • Delegieren: Aufgaben, die andere übernehmen können, gezielt weitergeben und eine Erfolgskontrolle einplanen.
  • Entscheidungen treffen: Alle Informationen abwägen, Alternativen prüfen und Konsequenzen bedenken.

Mit der Postkorb-Übung sollen Eigenschaften wie Entscheidungsfreude, Selbstorganisation, Zeitmanagement und Verantwortungsbewusstsein sichtbar gemacht werden. Allein ist sie jedoch nur bedingt aussagekräftig — im Assessment-Center wird sie daher stets durch weitere Übungen ergänzt.