Profiling (Job-Matching)

In Kürze

Profiling (Job-Matching) ist ein Verfahren, bei dem die Anforderungen einer Stelle mit den Fähigkeiten und Eigenschaften eines Bewerbers verglichen werden. Ziel ist es, die am besten geeignete Person für eine Position zu finden.

Definition

Beim Profiling werden zwei Dinge gegenübergestellt: das Stellenprofil (Was braucht die Stelle?) und das Bewerberprofil (Was bringt die Person mit?). Der Abgleich beider Profile wird auch als Jobmatch bezeichnet und liefert wichtige Hinweise für die Personalentscheidung.

Dabei werden vor allem fünf Bereiche untersucht, die für den Erfolg im Job entscheidend sind:

  • Wissen und Kompetenzen – fachliche Kenntnisse und Qualifikationen
  • Ressourcen – z. B. Zugang zu Finanzen, Technik oder Führungsunterstützung
  • Kognitive Fähigkeiten – z. B. Denkvermögen oder räumliches Vorstellungsvermögen
  • Motivation – ob die Person die Tätigkeit wirklich ausüben möchte
  • Verhaltensstärken – persönliche Potenziale und Verhaltensweisen im Berufsalltag

Wissen und Ressourcen lassen sich oft schon im Vorstellungsgespräch ermitteln. Fehlende Kenntnisse können später durch Weiterbildung ausgeglichen werden. Die anderen drei Bereiche — kognitive Fähigkeiten, Motivation und Verhaltensstärken — werden gezielt durch psychologische Methoden und diagnostische Verfahren erfasst.

Wenn bereits Mitarbeiter in einer vergleichbaren Position tätig sind, kann ein Benchmarking helfen: Die Merkmale besonders erfolgreicher Mitarbeiter dienen dann als Maßstab für das Zielprofil, mit dem neue Bewerber verglichen werden.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychologie könnten Unternehmen erhebliche Kosten sparen, wenn Arbeitnehmer stärker entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten eingesetzt würden. Ein Einsatz am falschen Platz führt demnach mittelfristig zu Frustration und erhöhter Fluktuation.