Punktwertverfahren

In Kürze

Das Punktwertverfahren ist eine Methode der Arbeitsbewertung, bei der Stellen anhand festgelegter Kriterien mit Punkten bewertet werden. Das Ergebnis dient als Grundlage für eine einheitliche und nachvollziehbare Lohn- und Gehaltsstruktur.

Definition

Beim Punktwertverfahren wird jede Stelle im Unternehmen systematisch bewertet. Verschiedene Anforderungen – zum Beispiel Verantwortung, Qualifikation oder körperliche Belastung – erhalten Punktwerte. Die Gesamtpunktzahl einer Stelle bestimmt dann, in welche Entgeltgruppe sie eingeordnet wird.

Ziel ist eine objektive und vergleichbare Bewertung aller Stellen. Damit das gelingt, sollten mehrere Stellen im Unternehmen gemeinsam an der Bewertung beteiligt sein – nicht nur eine einzelne Person oder Abteilung.

Das Verfahren kann grundsätzlich für alle Mitarbeitergruppen gelten – also für gewerbliche Mitarbeiter, Angestellte und außertarifliche Angestellte. Wichtig ist, dass die Bewertung innerhalb jeder Gruppe einheitlich erfolgt. Ideal ist ein einziges System, das für das gesamte Unternehmen gilt.

Das Punktwertverfahren kann direkt zur Entgeltfindung führen. Eine verwandte Methode ist das Rangstufenverfahren, bei dem Stellen nicht mit Punkten, sondern durch Rangfolgen verglichen werden.