Rabatt

Ein Rabatt ist ein Preisnachlass auf den regulären Verkaufspreis einer Ware oder Dienstleistung — als fester Betrag oder als Prozentsatz. Er wird nach objektiven Kriterien gewährt und verändert den ursprünglich geforderten Preis.

In Kürze

Ein Rabatt ist ein Preisnachlass auf den regulären Verkaufspreis einer Ware oder Dienstleistung — als fester Betrag oder als Prozentsatz. Er wird nach objektiven Kriterien gewährt und verändert den ursprünglich geforderten Preis.

Definition

Das Wort „Rabatt" stammt aus dem Italienischen (rabbattere = abschlagen, abziehen) und bezeichnet einen Nachlass auf den Listenpreis. Unternehmen setzen Rabatte als Instrument der Preispolitik ein, um Kaufanreize zu schaffen.

Ein Rabatt liegt vor, wenn der Nachlass nach objektiven Kriterien — etwa Menge, Zeitraum oder Personengruppe — bestimmt ist und der reduzierte Preis rechnerisch eindeutig vom Ausgangspreis ableitbar ist. Allgemeine Preissenkungen oder nachträgliche Warenrückvergütungen gelten dagegen nicht als Rabatt. Auch Skonto — ein Nachlass für frühzeitige Zahlung — ist kein Rabatt im eigentlichen Sinne.

Ein Rabatt kann monetär (als Geldnachlass) oder als Sachrabatt in Form von Warenzugaben gewährt werden. Rabatte können für bestimmte Zielgruppen gelten, etwa nach Beruf, Alter oder Mitgliedschaft. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Gewährung eines Preisnachlasses besteht nicht.

Rechtsgrundlage für die Ausweisung von Rabatten auf Rechnungen ist das Umsatzsteuergesetz (UStG), insbesondere § 14 Abs. 4 Satz 7 UStG. In der Praxis beeinflusst der Rabatt die Preisgestaltung, die Abrechnung und die steuerliche Bemessungsgrundlage.

Berechnungsformen

  • Festrabatt: ein fester Betrag oder eine feste Menge, unabhängig von der Abnahmemenge
  • Relativrabatt: ein prozentualer Anteil, der sich an der tatsächlichen Abnahmemenge orientiert
  • Einheitsrabatt: immer gleich hoch, z. B. stets 10 %
  • Staffelrabatt: steigt mit der Abnahmemenge, z. B. 5 % ab 100 Stück, 15 % ab 500 Stück
  • Gesamtrabatt: bezieht sich auf die gesamte gekaufte Menge
  • Zuwachsrabatt: wird nur auf bestimmte Mengenstufen angewendet

Häufige Rabattarten

  • Abverkaufsrabatt: für Restbestände oder Auslaufmodelle
  • Jahresrabatt: auf den Gesamtumsatz eines Geschäftsjahres
  • Naturalrabatt: zusätzliche Ware statt Geldnachlass (z. B. 110 Stück zum Preis von 100)
  • Saisonrabatt: bei frühzeitigem Kauf saisonaler Waren
  • Treuerabatt: steigt mit der Dauer der Geschäftsbeziehung
  • Wiederverkäuferrabatt: für Groß- und Einzelhandel auf Herstellerpreise
  • Umsatzbonus: nachträgliche Gutschrift bei Erreichen eines Mindestumsatzes
  • Personalrabatt: für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens
  • Funktionsrabatt: wenn der Kunde bestimmte Aufgaben für den Verkäufer übernimmt
  • Schadensfreiheitsrabatt: z. B. in der Kfz-Versicherung bei schadenfreiem Verlauf

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