Rangstufenverfahren

In Kürze

Beim Rangstufenverfahren werden alle Stellen eines Unternehmens in eine Rangfolge gebracht. Daraus werden die Grundgehälter abgeleitet.

Definition

Das Rangstufenverfahren ist eine Methode der Arbeitsbewertung. Anders als beim Punktwertverfahren werden die einzelnen Stellen nicht mit Punkten bewertet, sondern direkt in eine Rangfolge eingeordnet.

Eine Stelle wird dabei als Referenz mit 100 % festgelegt. Alle anderen Stellen werden prozentual daran ausgerichtet — je nach ihrer Bedeutung im Unternehmen höher oder niedriger eingestuft.

Zusätzlich zum Grundgehalt kann die Berufserfahrung durch Aufschläge berücksichtigt werden. Sinnvoll ist das jedoch nur für die ersten zwei bis drei Berufsjahre, da sich die Leistung danach in der Regel stabilisiert hat.

Auf derselben Rangstufe können Gehälter außerdem nach sachlichen Kriterien weiter unterschieden werden — zum Beispiel nach dem Umsatz einer Abteilung, dem Lohnkostenanteil oder der betreuten Gehaltssumme. Welche Kriterien genutzt werden, muss jedes Unternehmen individuell entscheiden.